Herkunft und Eigenschaften – Lithium wurde 1817 von Johan Arfvedson entdeckt. Ein Jahr später gelang William Brande und Humphrey Davy die metallische Darstellung des Elements. Sein Name lautet sich aus dem griechischen (‚lithos‘) ab und bedeutet Stein.  In der Natur kommt es aufgrund seiner hohen chemischen Reaktivität nur in Verbindungen vor. In der Erdkruste kommt es in einer Konzentration von 17 ppm vor. Wirtschaftlich nutzbare Konzentrationen an Lithium finden sich in sogenannten Pegmatiten sowie in Solen (entweder als kontinentale Solen in Form sogenannter Salare oder als Beiprodukt der Erdölförderung und dort im gelöst im Lagerstättenwasser). Weiterhin ist Lithium das leichteste im Universum vorkommende Metall und findet sich im Periodensystem gleich nach Wasserstoff und Helium. Es wird aus drei Protonen aufgebaut (Gunn 2014).

Pegmatite sind grobkörnige, magmatische Gesteine, die sich durch späte Kristallisation der magmatischen Restschmelze bilden. Lithiumpegmatite sind dabei relativ selten, wobei das Lithium meist vergesellschaftet mit Zinn und Tantal vorkommt. Das häufigste Lithiummineral pegmatitischer Lagerstätten ist dabei Spodumen (mit einem Lithiumgehalt von 3,7 %). Weitere lithiumhaltige Minerale sind Petalit, Lepidolith und Zinnwaldit (Gunn 2014).

Lithiumhaltige Solen (bzw. kontinentale Solen) bilden sich in kontinentalen Beckenstrukturen (das sind von allen Seiten von Erhöhungen, bzw. Bergen umrahmte, morphologische Großlandschaften), wobei oberflächliche Wässer und Grundwasser aus den umliegenden ehemals vulkanisch gebildeten Gebirgen erodiertes und ausgeschwemmtes Lithium über geologische Zeiträume anreichern. Dabei wird Lithium und andere ökonomisch bedeutende Elemente, wie Bor und Kalium durch hohe Evaporationsraten angereichert (Gunn 2014).